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bunte und zuletzt weiße Mischung: die Harzfahrt 2015 !

Written by Andrea Koester. Posted in Aktuelles, Veranstaltungen

superpünktlich, eher als geplant, fuhr die erste Gruppe los – mit Proviant und (RVOSCH)-Skiern – aus dem seit Wochen grau- regnerischen Hammeland .

Schon das Auspacken des Bullis funktionierte mit den Neulingen Petra und Ingo mit Kisten und Kasten von Hand zu Hand ins Haus bestens, als wären sie schon immer dabei gewesen. Nach und nach bis in den späten Abend trudelten dann alle anderen auch ein und setzten sich in dem harzkultigen Wohnraum mit Sofas und Plastikstühlen um den Marmor- ( wichtig für die alljährliche Feuerzangenbowle )tisch zusammen .

U..a. sind diese nicht endenwollenden Gesprächsrunden gut für alte Rudergeschichten , aber auch für die Wanderfahrtplanung fürs kommende Jahr. Da hocken Hannes und die Wildeshausener und hecken neue und alte Routen aus , an denen sich dann wohl auch andere Vereinsmitglieder beteiligen dürfen. Paßt nur auf, daß Ihr früh ans schwarze Brett schaut- das geht nur, wenn Ihr häufig rudert ! so wäre ich fast nicht mit auf diese Harzfahtt gekommen, weil ich keine Winderruderin bin und nicht ans schwarze Brett kuckte. bleibt mit Hannes im Gespräch, wenn Ihr mitwollt !

Alle , die mit auf Harzfahrt fuhren, waren gut mit Hannes im Gespräch gewesen – und nun waren sie da: 7 noch recht frische Vereinsmitglieder wollten im Winter den gerade erlernten ganzkörperlichen symmetrischen Rhythmus des Ruderns auf das Langlaufen übertragen.
Das gelang dann auch sehr gut am Samstag per Wandern entlang des Oberharzer Wasserregals – mit kurzweiligen und verständlichen Erklärungen unseres Wasserfachmannes – Hannes ist ja nicht nur Ruderwart sondern auch Tiefbautechniker und Kanalspezialist ! da liefen wir denn an Wasserläufen entlang, die mit uns strömten und gegen uns strömten und wir hatten verstanden, warum: durch raffinierte Wasserführung wurde jeder kleine Bach ausgenutzt, viel kanalisiert, auch quer durch den Berg , Gefälle genau berechnet praktisch umgesetzt, damit schließlich die Bergleute ihre Tubinen weit entfernt antreiben konnten.
Gar nicht erschöpft, weil auf alle verschiedenen Tempi Rücksicht genommen wurde, konnten wir uns in der mollig warmen Stiftshütte über das exotische Essen, von Annegret in Wildeshausen gekocht, hermachen als solide Grundlage für die lange Trinknacht mit offenem Feuer , von Andreas wieder in aller Ruhe , sich nicht ablenkenlassend , angefacht , erhalten und darauf die Feuerzangenbowle bereitet, beim Zuckerhut jedesmal Licht aus, was gar nicht so spannend war, weil diesmal fast nur Paare mitwaren . Doch immerhin motivierte die Dunkelheit zu einem mitternächtlichen Krimispiel, das Thomas mitgebracht hatte .
Die buchstäblich hereingeschneite Skilehrerin Birgit prophezeite uns Frost für Nacht und Sonntag.
So konnten am nächsten Morgen 4 Ruderinnen Skilanglaufen: Simone, Anne, Brigitte und ich Seniorin , von Hannes treulich begleitet, während Frank und Ingo die Strecke mehrmals machten wie junge Hunde; auf dem einzigen beschneiten Schiweg im ganzen Harz ( die beliebte Strecke von Stieglitzecke zur HansKühnenburg), eigentlich jetzt ein Geheimtip für die Harzer selbst bei 1 cm Neuschnee auf eisig-fester Unterlage. Wir hatten es schon am Abend vorher erkundet mit den Schneeriechnasen unter uns. . Es war ein unglaublich schöner sonniger Morgen mit Glitzerschnee , der lief und die Tannen neben uns bepudert hatte ( wie am Samstag mein von allen bewunderter Heidelbeerpfannkuchen mit Zucker im Sperberhaier Dammhaus bei der mittäglichen Einkehr ) – das gestern saftig-grün-bewunderte Moos war hier oben rauhreiflich verwandelt.

Irgendwoanders wurde Schnee gefunden zum Rodeln von unseren „jungen Leuten“ , der Gruppe der ehemaligen RVOSCHler , die sich jährlich auf der Winterfreizeit trifft.
In Bad Harzburg schwammen Elke, Annegret und Georg, Ulla und Werner bei Sonnenschein draußen im Thermalbad und tanzten unter männlicher Anleitung im Wasser.

Unsere Schonungsbedürftigen Helga und Petra bekamen von Karl-Heinz im Bus eine kleine Harz-rundfahrt durch die bekannten Orte in der Nähe und bestaunten den Romkerhaller Wasserfall, an dem man sonst nur schnell vorbeifährt, in seiner fließenden Pracht .
Wolfgang, der einzige Nichtoschler, der auch zur Krankengruppe gehörte, blieb immer irgendwie in unserer bzw. Simones Nähe, um sich seinen Möglichkeiten entsprechend individuell zu bewegen.
Kaffeetrinken ist nicht so einfach beim leider z.T. absterbenden Gaststronomengewerbe des Harzes. Nur das WINUWUK hoch über Bad Harzburg zeigte sich noch in alter lange bewunderter urig-gemütlicher-gastfreundlicher Höttger-Pracht : die Schwimmer genossen ihren Kaffee dort wohl sehr .

So wie die Gruppe sich langsam zusammengefunden hatte, löste sie sich am Sonntag auch entsprechend tropfenweise bzw. paar-und grüppchenweise wieder auf. Viele Abschiede mit „Glückauf !“ „Der Kern“, d.h. die Businsassen räumten und putzten noch und müssen nun die leckeren Reste essen oder verteilen.
Ein gemeinsamer Abschluß mit Dankesrede der ältesten Teilnehmer war kaum möglich, da es sich schon vor dem Mittagessen fast auflöste. So ließ ich nur noch ganz schnell ein paar Dankessterne als Fadenspiel aufblitzen in Erinnerung an meine einsame kleine Nachtwanderung .
Aus dem grauen Norden gekommen hatten wir eine bunte Harzmischung erlebt , die sich noch zu glitzerweiß gesteigert hatte !

es waren mit: Hannes und Elke, Helga und Karl-Heinz, Ingo und Petra, Anne und Werner , genannt Hübi, Thomas und Brigitte, Simone und Wolfgang( Gast) , Andrea; Andreas, Wiebke, Judith, Hilke, Frank; aus Wildeshausen: Annegret und Georg, Werner und Ulla .

Andrea Köster